EN | PL | DE | FR

Wolf Popper Synagoge

Adresse: ul. Szeroka 16

Es wäre keine große überraschende Entdeckung, dass Touristen an der Wolf Popper Synagoge vorbeigehen ohne ihre Anwesenheit zu bemerken. Zum Glück erinnert ein Schild außerhalb des Gebäudes die Besucher an ihre Existenz.

Wolf Popper, ein reicher jüdischer Kaufmann, gründete die Synagoge im Jahre 1620. Indem man sein Reichtum berücksichtigt scheint es möglich, dass die Synagoge reich möbliert sein konnte. Ähnlich wie im Falle anderer Synagogen auf Kazimierz, wurde das Innere der Popper Synagoge während des Zweiten Weltkrieges auch von den Nazis zerstört.

Nach dem Krieg hörte das Gebäude auf, als Synagoge zu funktionieren. Im Jahre 1965 übergab die Jüdische Gemeinde sie dem Altstadt-Jugendkulturzentrum (abgekürzt SCKM) zur Nutzung als künstlerische Werkstatt, eine Rolle, die die Synagoge bis heute erfüllt.

Lohnt es sich also dieses Gebäude zu besichtigen? Aber klar! Frau Marzena Dudziuk, die den Bildungsunterricht in der ehemaligen Wolf Popper Synagoge führt erklärt, warum:

"Die Rolle, welche das Altstadt-Jugendkulturzentrum in der Popper Synagoge erfüllt, umfasst das Organisieren der breit verstandenen Bildung durch Kunst für Kinder und Jugendliche, sowie alle Interessierten.

In der Synagoge findet plastischer Unterricht statt, Kurse für Architektur, künstlerische Gewebe und Kirchenglasfenster. Dort befindet sich auch eine Galerie, die sich mit der Promotion der Schöpfungen vor allem junger Talente beschäftigt, es werden dort künstlerische Debüts organisiert.

Außerdem hält SCKM in der ehemaligen Synagoge professionelle Vorlesungen in Kunstgeschichte, bereitet Konzerte vor, Bücherpromotionen, Autorenabende, Wettbewerbe des Wissens über Kraków. Hier werden improvisierte Vorlesungen gehalten, gewidmet der antiken Kultur und das ausgebaute Programm des Kennenlernens der Kultur der Juden.

Im Rahmen des Programms des Kennenlernens der jüdischen Kultur gibt es Bildungswerkstätten zum Thema Kraków und Kazimierz, sowie der Koexistenz von zwei Kulturen: der polnischen und der jüdischen. Die Werkstätten umfassen:

Wenn man die Popper Synagoge betritt, kann man Kinderzeichnungen an den Wänden bemerken, Personen hören und sehen, die im Rhythmus der modernen israelischen Musik tanzen. Die Synagoge ist heute wie ein soziales Zentrum, mit ihrer neuen Identität eröffnete sie ein neues Kapitel in ihrer Geschichte, als Ort der Toleranz und Bildung.

Die Besucher befinden sich in einem lebendigen und freundlichen Ort, wo sie viele Informationen zum Thema SCKM finden können, seinem Unterricht und langfristige Projekte, die in der Popper Synagoge realisiert werden."

Was kann man noch mehr hinzufügen?!

Der Eintritt in die Synagoge ist kostenlos, aber ein freiwilliges Opfer wird als sehr nett angesehen - direkt nach dem Eingang in den Hauptsaal kann man eine Dose für freie Spenden finden, gewidmet für die Ziele von SCKM.