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Die Kupa-Synagoge

Adresse: ul. Miodowa 27

Die Kupa-Synagoge wurde im XVII. Jahrhundert aus den Mitteln der jüdischen Gemeinde errichtet. Sie war auch unter dem Namen 'Armensynagoge' bekannt, weil dort ärmere Mitglieder der Gemeinde beteten; da sie in der Nähe des jüdischen Krankenhauses gelegen war, das sich an der Ecke des Neuen Platzes (Plac Nowy) und Warschauer-Straße befand, wurde sie auch 'Krankenhaussynagoge' genannt.

Ähnlich wie die Tempel-Synagoge zaubert die Kupa-Synagoge jeden Besucher mit ihrem schönen Inneren mit den sonst nirgendwo auftretenden Malereien. Den Blick fesselt die Decke der Synagoge, verziert mit kunstvollen Ornamenten und Gemälden, weswegen dort die Besucher länger als geplant bleiben. Es sind dort Musikinstrumente dargestellt sowie die Gemälde, die bekannte Orte in Israel zeigen: die Panorama von Jerusalem und die Sintflut (an der Nordseite), Hebron und Haifa (an der Westseite), Jaffa und die Klagemauer (an der Ostseite), Tiberias und die Eiche von Mamre (an der Südseite).

Gleich interessant ist auch die Westwand, an der sich drei Gemälde befinden. Besonders sehenswert ist das Gemälde, das Noah darstellt, da in meisten Synagogen keine Menschenbildnisse zu finden sind.

Entlang der drei Wände der Synagoge ist eine Frauenempore errichtet, und ihre geschnitzten Arkaden steigern den unwiderstehlichen Reiz dieses Ortes. Auf den Balkonen der Empore wurden die Tierkreiszeichen und ihre hebräischen Bezeichnungen gemalt.

Während der nazistischen Besatzung wurde die Synagoge devastiert und ihre Ausstattung wurde zerstört. Nach dem Krieg wurden dort kurze Zeit jüdische Gottesdienste abgehalten. Obwohl das Gebäude der Synagoge genutzt wurde (am längsten durch eine Schuhfirma), blieb es viele Jahre vernachlässigt.

In den Jahren 2000-2001 wurde eine gründliche Renovierung vorgenommen; nicht nur Gemälde wurden renoviert, sondern auch ältere, bis jetzt verborgene Elemente der Wandmalereien wurden entdeckt.

In der Synagoge werden Ausstellungen präsentiert, finden Konzerte statt. Die Synagoge ist für Besucher täglich außer Samstags geöffnet. Der Eingang befindet sich an der Miodowa-Straße. Es ist auch wert, an die Kreuzung der Straßen Warschauerstraße und Kupa zu gehen, um die Stelle zu sehen, an dem sich das Gebetshaus an die alte Wehrmauer von Kazimierz anschließt.

Jeder Tourist, der Kazimerz besucht, soll diese sehr schöne und hervorragend renovierte Synagoge sehen!

Eintritt frei.