EN | PL | DE | FR

Isaaks Synagoge

Adresse: ul. Kupa 18

Die Geschichte der Isaaks Synagoge hat ihre Anfänge im XVII. Jahrhundert. Sie wurde von Isaak Jakubowicz, einem der reichsten Juden in Krakau, errichtet. Sie wurde trotz Proteste der Einwohner des christlichen Teils des Krakauer Stadtviertels Kazimierz eröffnet; ihre Unzufriedenheit resultierte aus der Tatsache, dass die Synagoge das größte Gebäude in der Gegend sein sollte. Auch ihre Ausstattung war sehr prächtig.

Die Synagoge haben zwei Italiener entworfen und erbaut - Giovanni Battista Trevano und Giovanni Falconi. Der Hauptteil besteht aus einem Gebetssaal für Männer und einer Empore für Frauen. Die Empore ist von dem Hauptsaal durch Arkaden auf toskanischen Säulen getrennt.

Während der Naziherrschaft wurde der reiche Innenraum der Synagoge zerstört, und das Gebäude wurde als ein Lager genutzt. Im Dezember 1939 wurde hier von einem SS-Mann ein Angestellter der jüdischen Gemeinde erschossen, als er die Verbrennung der Torarollen verweigerte.

Nach dem II. Weltkrieg stand die Synagoge nicht mehr im Eigentum der jüdischen Gemeinde. In den fünfziger Jahren ging sie auf den Verein Bildender Künstler über und bis zum Jahre 1969 wurde sie als Bildhaueratelier genutzt. Die siebziger Jahre waren tragisch für das Gebäude - infolge eines Brands wurde es ernsthaft zerstört und wurde praktisch zu einer Ruine.

1983 wurde die Restaurierung der Synagoge vorgenommen und mit den Renovierungsarbeiten begonnen. 1994 r. wurden die Wandmalereien entdeckt, die teilweise rekonstruiert wurden. 1998 haben die Renovierungsarbeiten auch die für Ausstellungen benutzten Räume umfasst.

Zur Zeit ist die Isaaks Synagoge wieder eröffnet. Sie kann von Touristen besucht werden; dort befindet sich eine feste Ausstellung, während der man sich zwei verschiedene, dem Leben von Juden gewidmete Filme ansehen kann:

"Krakauer Kazimierz" (1936) und "Umsiedlung ins Krakauer Ghetto" (1941).

Hier befindet sich auch eine Sammlung von historischen Fotografien, die nicht nur den jüdischen Alltag, sondern auch ausländische Würdenträger zeigt, die die mit der jüdischen Kultur in Polen verbundenen Stätte besuchten. In der Synagoge finden Konzerte und Treffen statt. Man kann hier auch Informationsblätter und einige Buchtitel finden.

Öffnungszeiten und Preise:

Die Synagoge ist täglich außer samstags und an jüdischen Feiertagen von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Die Eintrittskarte kostet 7 Zl.; wenn man fotografieren will, zahlt man 10 Zl. zu.

Freitags im Herbst, Winter und Frühling wird die Synagoge früher geschlossen, je nach dem Zeitpunkt des Sonnenuntergangs. Dieselbe Regel gilt auch an Tagen vor jüdischen Feiertagen - auch dann wird die Synagoge mit dem Sonnenuntergang geschlossen.